3096 tage wie viele jahre。 Kampusch

Beklemmung im Kinosessel: Natascha Kampuschs

3096 tage wie viele jahre

Erstmals bekannt wurde sie nach ihrer Flucht aus einer langjährigen und. Im Jahr 1998 wurde die damals zehnjährige Österreicherin von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Přiklopil in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus im , östlich von Wien, gefangen gehalten. Als Kampusch 2006 im Alter von 18 Jahren geflohen war, führte ihr Auftauchen zu einem weltweiten Medienecho. Kampusch moderierte 2008 eine eigene mit dem Namen. Sie veröffentlichte 2010 eine unter dem Titel , die sie zusammen mit Heike Gronemeier und verfasst hatte. Das Buch belegte Platz 1 der Bestsellerlisten. Sie gestaltete außerdem eine Schmuckkollektion mit dem Namen Fiore, welche 2017 erschien. Ihre Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren, trennten sich, als sie noch ein Kind war. Natascha hat mütterlicherseits zwei erheblich ältere Halbschwestern. Vor ihrer Entführung besuchte sie die vierte Klasse der. März 1998 wurde Natascha Kampusch auf dem Weg zur Schule in einen Kleintransporter gezerrt und in der Folge 3096 Tage lang im festgehalten. Přiklopil starb kurz darauf durch. Die Umstände der Entführung und Gefangenschaft sowie mögliche Verfehlungen der Ermittlungsbehörden wurden von Medien detailliert thematisiert. Die anhaltende Diskussion führte zur Einsetzung einer Evaluierungskommission und zweier parlamentarischer Untersuchungsausschüsse. Logo der Fernsehsendung Natascha Kampusch entschloss sich, im Fernsehen vereinzelte Interviews zu geben. Zwischen Juni und Oktober 2008 trat sie als Gastgeberin in ihrer eigenen Fernsehsendung Natascha Kampusch trifft im österreichischen Sender auf. Nach drei Folgen mit den Gästen , und wurde die Sendung eingestellt. Die Rezensentin Kim Kindermann lobt an dem Buch, dass es nicht schwarz-weiß zeichne und Kampusch keineswegs als bloß hilfloses Opfer darstelle. Diskriminierung im Internet über und im Internet; das erste ihrer Bücher, das nicht primär biographisch orientiert ist, in dem sie jedoch auch von ihren eigenen Erfahrungen berichtet. Das Hospital umfasst 25 Betten. So stellte er ihre Beschreibung der Entführung teilweise in Frage. Außerdem versuchte Koch, die Aufführung des Films 3096 Tage zu stoppen. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie ihre Schmuckkollektion Fiore für Blume. Nach Aussagen von Kampusch soll die Blume ihre Lebensgeschichte symbolisieren. Der Stängel der Blume hat einen Knick. Nach dem Knick folgt ein Aufschwung, der in der Blume mündet. Der Knick entspricht den Jahren während der Entführung. Die von ihr gestalteten Schmuckstücke bestehen aus. Die Goldschmiedin Gerda Guggenberger fertigt die Schmuckstücke nach Kampuschs Entwürfen an. List, Berlin 2010, ; Ullstein, Berlin 2013,. List, Berlin 2016, ; Ullstein, Berlin 2018,. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2016,. Tectum, Marburg 2010, ; 2013 auch als E-Book,. Aufgezeichnet von und Thomas Köpf, Ueberreuter, Wien 2007,. Dezember 2012 auf Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Oktober 2011, abgerufen am 16.

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Periode: Alles, was du über die Tage wissen musst

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Februar 1988 wurde Natascha Kampusch in eine sich auflösende Familie hineingeboren. Ihre Eltern standen kurz davor, sich zu trennen und ihre großen Schwestern waren bereits außer Haus und führten ihr eigenes Leben. Von beiden Elternteilen wurde sie geliebt, wobei ihre Mutter hier ihre Gefühle nicht so deutlich wie ihr Vater zum Ausdruck bringen konnte. Doch auch die Liebe zu ihrem Kind konnte die Ehe der Eltern nicht retten. Sie trennten sich und Natascha verbrachte eine Ferienwoche im Februar 1998 mit ihrem Vater in Ungarn - es sollte der letzte Urlaub und das letzte familiäre Zusammentreffen für viele Jahre sein. März 1998 bat sie, im Alter von 10 Jahren, dass ihre Mutter sie nicht mehr zur Schule fahren möge, da sie ja schon groß sei und den Weg auch alleine gehen könnte. Insgeheim war es ihr peinlich, sich vor dem Schulgelände von ihrer Mutter verabschieden zu müssen und damit für Getuschel unter den anderen Schülern zu sorgen. An diesem Morgen ärgerte sie sich morgens über ihre Mutter und verließ die Wohnung ohne Abschiedsworte - für mehr als 8 Jahre. Noch auf dem Schulweg wurde sie in einen weißen Kastenwagen geschubst und entführt. Nach 3096 Tagen gelingt ihr die Flucht, denn sie weiß, nur einer von beiden, entweder sie, oder ihr Peiniger, können überleben. Doch damit ist ihre Geschichte noch nicht vorbei. In diesem Buch berichtet uns Natascha Kampusch, was ihr widerfahren ist, wie sie in dieser Situation gewachsen ist und es geschafft hat, nicht unter dem Druck zu zerbrechen und sich selbst treu zu bleiben.

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Ihr Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen — 3096 Tage lang. Meine Meinung: An dieses Buch habe ich mich sehr lange nicht getraut. Die Dunkelheit, Trauer, Hunger, Misshandlungen… stoisch erduldet, trotz mehrfacher Selbstmordversuche dennoch an sich geglaubt und sich das Ziel gesetzt hat, wenn sie erwachsen ist, zu fliehen und ihr eigenes Leben endlich in die Hand zu nehmen. Hab ganz lieben Dank für Deine sehr ausführliche Antwort! Sie hat mir auf jeden Fall mehr Einblicke und Klarheit verschafft. Wahrscheinlich ist der Gedanke sehr naheliegend, dass man auch öffentlich versucht, so ein Schicksal hinter sich zu lassen, wenn schon diese Geschichte ohne eigenes Zutun so breit in die Öffentlichkeit gekommen ist. Und das ist ja eben auch die Gelegenheit, selbst zu erzählen und das eine oder andere klarzustellen, was eben falsch oder lückenhaft in die Öffentlichkeit gekommen ist. Die Vorstellung, dass der Täter, wenn er noch lebte, vielleicht schon wieder aus dem Gefängnis wäre und durch Talkshows tingelt, fände ich auch bedrückend. Andererseits wüsste ich schon auch gerne, was ihn dazu gebracht hat. Eine Spontantat ist ja nochmal was anderes als das über so viele Jahre aufrecht zu erhalten. Aber das könnte ein Psychologie vielleicht auch so ganz gut erklären, wie solche Leute ticken. Für mich ist das unbegreiflich. Dass man ihr das Haus, in dem sie gefangen gehalten wurde, überlassen hat, wusste ich nicht. Das scheint mir auch eher eine Belastung als ein Segen zu sein. Und mit diesem dicken Haken dabei wird man es wohl auch kaum verkaufen können. Ich würde auch kein Haus kaufen wollen, in dem so schreckliche Dinge passiert sind und vor dem womöglich noch regelmäßig irgendwelche Reporter auftauchen. Ich glaube, dass viele Opfer nicht so gut mit dieser Situation klargekommen sind wie Natascha Kampusch und dass sie auch gut in der Lage ist, die Dinge zu reflektieren und zu erzählen. Zumindest hat sie bei den Interviews, die ich gesehen habe, diesen Eindruck gemacht. Deshalb bleibt ihr eigener Bericht beide Bücher eigentlich nach wie vor interessant für mich. Nochmal Danke für Deine Meinung, hab einen schönen Sonntag! Liebe Gabi,ich freue mich, wenn ich dir durch meine Rezension, meinen Antworten und auch durch die Diskussion hier auf dem Blog helfen konnte zu entscheiden, ob die Bücher was für dich wären. Was Natascha widerfahren ist, ist schrecklich und muss, denke ich nicht diskutiert werden. Ich sah ihr Verhalten den Medien gegenüber damals schon kritisch. Ich hatte das Gefühl, dass sie zu Beginn noch gar nicht wirklich begriff was sie da wirklich tut und was das in weiterer Folge für Auswirkungen auf ihr Leben hat. Denn ein Leben in Freiheit kann sie so ganz bestimmt nicht führen und wahrscheinlich nie wieder. Jeder weiß wie sie aussieht und was ihr geschehen ist. Im Vergleich zum oben angesprochenen Fall Fritzel sind die Opfer anonym und können und neues, freies Leben starten. Wenn gleich sie die Ereignisse vermutlich immer verfolgen werden. Ich bin Natascha einmal selbst begegnet. Rein zufällig bei einem Spaziergang. Ich habe darauf verzichtet sie anzusprechen. Da ich denke, dass sie ein normales Leben verdient hat. Dennoch erkennt man sie noch heute sofort und es fällt schwer nicht hinzuschauen. Sie ist von einem Extrem in das andere geschlittert. Zuerst die Isolation und dann die gesamte Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Wie auch schon in anderen Kommentaren angedeutet, hatte ich auch oft das Gefühl, dass sie es wegen dem Geld tut. Das Buch beinhaltet nichts, was nicht bereits davor 100fach in den Medien und in ihren Interviews durchgekaut wurde. Das bestärkte meinen Verdacht, dass sie es wegen dem Geld tut. Selbst wenn Natascha das Buch nur des Geldes wegen geschrieben hat, soll das kein Vorwurf sein. Liebe Sabrina,auch dir ein Danke, für diesen ausführlichen Kommentar, der unseren Austausch anregt. Doch, wie hätte sie das wissen und begreifen sollen? Sie war acht Jahre gefangen und abgeschnitten und wünschte sich nichts sehnlicher als frei zu sein und eigens über ihr Leben zu bestimmen. Sie ist als Volljährige geflohen, hatte es geschafft und dazwischen hat sie aber all die Jahre das Leben verpasst. All das, was wir von den Eltern, den Lehrern, den Freunden, Bekannten und Nachbarn gelehrt werden, fehlt ihr ja. Sie war ungezügelt und begierig endlich sie selbst zu sein. Das ist mir alles nochmal so richtig bewusst geworden, als ich das Video mit dem Interview, das zwei Wochen nach ihrer Flucht, mit ihr geführt worden ist. Es ist deutlich zu erkennen, dass sie keine Bevormundung mehr will. Sie will endlich selbst machen, tun und entscheiden. Sicherlich hat sie auch oftmals auf Durchzug geschaltet, wie man so schön sagt, wenn ihr der eine oder andere was gesagt hat, was sie tun soll. Es ist so gekommen, wie es eben kommen musste. Ich finde, man sieht daran, dass sie psychisch das alles nicht verarbeitet hat, wenn man ihre optische Entwicklung in all der Zeit verfolgt. Ich war tatsächlich überrascht, wie sehr übergewichtig sie jetzt ist. Nach so langer Zeit, also diese 10 Jahre, findet sie keine Stabilität. Dieses hungern lassen und Hunger erfahren zu haben, essen als Nahrung auch für die Psyche, begleitet sie bis heute. Ich hätte sie bei einem Spaziergang nach all der Zeit nicht erkannt. Ich habe das Gefühl, sie ist eine introvertierte Extrovertierte, wenn du verstehst, was ich meine. Sie wird durch ihr Trauma gehämmt, wie du sagst, sie ist fahrig, verschreckt und auch eingeschüchtert. Und dennoch treibt es sie nach außen, in die Medien und in den Rummel. Ach, es ist so schlimm, dass sie das alles so leben muss. Ich werde jetzt bald ihr zweites Buch lesen und dann können wir uns weiter unterhalten. Ich muss sagen, ich bin auch etwas zwiegespalten. Ich habe das Buch nicht gelesen. Durch die ganze Öffentlichkeit, die der Fall bekommen hat, bin ich natürlich auch daran interessiert, nicht nur die reisserischen, lückenhaften Zeitungsartikel und Spekulationen zu erfahren, sondern aus erster Hand erzählt zu bekommen, wie es wirklich war. Ob man das aber erfährt, da bin ich mir nicht sicher. Der Entführer kann sich dazu nicht mehr äußern und es gibt ganz sicher viele Dinge, die Natascha Kampusch nicht mit der Öffentlichkeit teilen will — und das ist auch gut so. Oder hattest Du beim Lesen das Gefühl, dass sie wirklich schonungslos alles komplett offen legt? Ich frage mich, ob man ihre Situation ihr Mitteilungsbedürfnis, vielleicht Geldnot? Ich spekuliere hier nur ausnutzt, wenn man seine Neugier an diesem spektakulären Fall befriedigt ich will Dir damit nicht auf die Füße treten, ich denke da eher daran, wie es mir geht und ihr Geld dafür gibt, ihr Innerstes nach außen zu kehren. Kannst Du nach dem Lesen des Buches evtl. Das würde mich sehr interessieren. Hallo liebe Gabi,lieben Dank für diesen ausführlichen und zum Gedankenaustausch anregenden Kommentar! Ich wollte dieses Buch schon sehr lange mal lesen, da ich wissen wollte, was sie zu sagen hat. Nach dem Buch habe ich intensiv nach den alten Videos mit Interiviews gesucht und mir einige angeschaut. Im ersten Interview, zwei Wochen nachdem sie sich selbst befreit hatte, sagte sie auf die Frage zu einem Buch, sie weiß noch nicht, ob sie eines schreiben wird. Aber wenn es eins geben sollte, dann nur von ihr und nicht von jemandem, der über sie schreibt. Sie wurde also schon in ihren ersten Momenten nach so etwas gefragt und musste sich damit auseinandersetzten. Ich war so positiv überrascht, wie gut sie sich gehalten hat und was und wie sie gesagt hat. In Interviews neuerem Datums auf Englisch, habe ich sie sagen hören, dass sie die beiden Bücher geschrieben hat, um damit fertig zu werden und diesen Balast abzuwerfen. Und ja, ich denke auch, das ist mitunter eine Art von Verarbeitung. Und da sie so eine starke Persönlichkeit ist, will sie unbedingt bestimmen, was zu ihr an die Öffentlichkeit gelangt. Das kann ich aber auch nachvollziehen. Sie sagt im Buch, das einzige, das sie als privat zurückbehalten wird, ist die Sache, wie sehr und wie genau sie misshandelt worden ist. Der Täter wollte eigentlich nur kuscheln, worüber sie selbst auch sehr erstaunt war. Ansonsten erzählt sie von ihrer Kindheit, ihrer Familie, wie es ihr ging, wie sie entführt wurde, wie und wo sie aufwachte, wie sie sich fühlte, wie es ihr in all der Zeit ergangen ist, wie sie fliehen konnte und warum erst dann. Ein bisschen schreibt sie auch über die Zeit nach der Befreiung, aber nur kurz. Also, es ist eigentlich alles im Buch, das man wissen möchte und das einen ins Bild setzt. Ich persönlich denke nicht, dass sie das alles macht, um Geld damit zu verdienen. Das ist wahrscheinlich ein positiver Nebeneffekt. Das sieht man auch, wie sie sich ständig auch optisch figürlich verändert. Sie knabbert innerlich immer noch an der Sache. Die kann man wahrscheinlich auch nie vergessen. Ihr Glück, dass der Täter sich das Leben genommen hat und sie sich in all den Jahren nicht auch noch hat mit ihm auseinandersetzten müssen! Ermittlungsfehlern keine finanzielle Leistungen bekommen hat, ihr dann das Entführerhaus gibt, dann fehlen mir einfach die Worte. Sie waren anders, als sie es sich vorgestellt hatte, da die erste Freude darüber, dass sie lebt, in Ablehnung umgeschwänkt war und sogar ihre Worte über die 8 Jahre und ihre Selbstbefreiuung teilweise angezweifelt wurden. Das ist echt ein hartes Stück. Sie wollte Goldschmiedin werden und soweit ich weiß, hat sie es geschafft. Zumindest gibt sie eine eigene Schmuckkollektion heraus. Ich wünsche ihr wirklich nur das Beste für ihre Zunkunft und hoffe, dass sie irgendwann endlich Ruhe findet. Sie weiß, was sie tut und sie hat viel gelernt in den Jahren. Auch wenn ich mich schon wieder wiederhole, aber ihre Stärke ist unglaublich! Ich bewundere, wie sie ihr Leben lebt und das auch noch einigermaßen normal und psychisch stabil. Falls du das Buch jeh lesen wirst, ich bin sehr auf deine Meinung gespannt! Stupps mich hier gerne an, falls ich es nicht mitbekomme! Ich hoffe, dass er jetzt auch veröffentlicht wird! Habe noch nie so viel in einem Kommentarfeld geschrieben…GlG vom monerl Wir werden nie alles wissen und wahrscheinlich ist es auch gut so. Ich hatte es so verstanden, dasss ihr das Haus zugesprochen wurde, ob sie es wirklich selbst gekauft hat, da muss ich dann passen… Videobericht, geht knapp unter einer Stunde, möchte ich mir noch anschauen. Wir können uns alle glücklicherweise nicht in sie hineinversetzen. Sie musste ihre ganze Pubertät, Jugend und den Einstieg ins Erwachsenenalter dort verleben. Sie hatte Wünsche und Gefühle und hatte keine Hilfe sie richtig einzuordnen. Es schmerzt mich, wenn ich daran denke, dass sie ihren Entführer ja nicht permanent hassen konnte. Sie hat sicherlich auch den einen oder anderen etwas besseren Tag dort erlebt. Was das alles aus einer kleinen Seele macht, die sich so lange nicht entfalten durfte, können wir nur vermuten. Ich hoffe für sie, dass sie keine echten und derben sexuellen Übergriffen ausgesetzt war! Liebe mornerl, ich muss sagen, ich kann Natascha Kampusch nicht leiden. Sie ist mir total unsympathisch. Was ihr passiert ist, ist oberschrecklich, keine Frage. Aber diese ganze Inzenierung in und mit den Medien… nee. Mag sein, dass sie da am Anfang reingestoßen wurde, aber es hat sich im Laufe der Jahre ja auch nicht verändert. Ich weiß nicht, ob Du ihn gesehen hast. Da gab es zB eine Szene, in der der Täter ihr, ich mein durch einen Lautsprecher oder Luftfach ihr immer wieder gesagt hat, dass ihre Eltern sie nicht lieben und sie nicht zurück wollen usw. Und das Kind fast trotzig und selbstbewusst sagte, das sei nicht wahr. Wenn ein Kind in einer solchen bedrohlichen Situation ist, stellt es sich doch dem Täter nicht trotzig entgegen. Und dann als der Fall Fritzel war. Da wurde immer wieder kommuniziert, dass die Familie ihre Ruhe haben will und erstmal zu sich kommen muss. Aber Kampusch ließ ihnen über die Presse ausrichten, sie könnten sich jederzeit an sie wenden. Ich weiß nicht, da ist sofort eine Mauer innen, wenn ich den Namen nur höre. Sicher würde mich manches interessieren, in wie weit es sich mit dem deckt, was die Medien gesagt haben. Was für eine Rolle ihre Eltern da letztlich gespielt haben. Die Beziehung soll zu beiden ja nicht so gut sein, weswegen ich es noch merkwürdiger finde, dass das Kind im Film gesagt hat, es würde nicht stimmen, was der Täter sagt. Mich würde auch interessieren, wie der Täter langfristig mit ihr umgegangen ist. Sie scheint ja ein Stockholm-Sydrom entwickelt zu haben und den Täter hinter her verteidigt hat. Mir tut sie leid, keine Frage. Und niemand sollte so was erleben. Und sie tut mir auch leid dafür, dass sie nach 20 Jahren immer noch nicht von der Presse losgekommen ist. Ich wusste ja gar nicht, dass Du 3 Jahre älter bist als ich. Liebe Petrissa,danke, für deinen sehr ausführlichen Kommentar! Ich kann manches, das du schreibst, gut nachvollziehen. Es ist auch nicht leicht, sich möglichst nicht zu positionieren und von den Medien einlullen lassen! Ich habe den Fall damals aktiv verfolgt und auch ein paar Interviews mit Natascha Kampusch gesehen. Nach dem Buch recherchierte ich nun ein zweites Mal und schaute mir Videos an und las Zeitungsberichte. Das ist ihr Glück, sonst könnte sie nicht so leben, wie sie es heute tut. Wenn du dir die Interviews, die 2 Wochen nach ihrer Selbstbefreiung gemacht wurden, anschaust, dann kommst du nicht drumherum zu bewundern, wie stark dieses Mädchen damals schon war. Mit 10 Jahren als Kind entführt und mit 18 dann doch endlich geflohen, da sie sich geschworen hat, ihr Leben, wenn sie erwachsen ist, selbst in die Hand zu nehmen. Sie hat sich trotz ständiger Misshandlungen und Hunger nie brechen lassen. Das ist einfach sowas von bemerkenswert! Ich wage zu behaupten, dass das die wenigsten schaffen würden. Ich bin nicht sicher, ob ich es auf diese Art durchgestanden hätte und nach all der Zeit geistig noch so gesund da rausgekommen wäre. Zudem kann ich kaum in Worte fassen, wie intelligent Natascha sein muss, wenn man bedenkt, dass sie wohl gerade in der 4. Klasse oder so war und danach keine richtige Schulbildung mehr genossen hat. Aber ihr Reden, ihre Ausdrucksweise… ist fantastisch! Ich habe sogar zwei Interviews auf englisch mit ihr gesehen. Und ich sage dir, das ist WoW! Ihr Englisch ist toll und das, obwohl sie nach der Flucht ihren Hauptschulabschluss nachgeholt hat und nie wirklich in Ruhe gelassen wurde. Sie hat wirklich das Beste aus ihren Leben danach gemacht. Sie wollte sich nicht verstecken und ihre Identität zurückhaben. Daher muss sie damit leben, dass sie eine Person der Öffentlichkeit geworden ist und das wohl auch immer bleiben wird. Sie muss sich mit viel Negativem auseinandersetzten, mit Menschen, die ihr nicht glauben. Es ist unglaublich, dass sie noch nicht zusammengebrochen ist. Ja, eine Art Stockholm-Syndrom hat sie wohl auch entwickelt, aber, wer will es ihr verübeln. Sie musste ja irgendwie mit ihm klarkommen, wenn sie das überleben wollte. Sie hatte ein Ziel und sie hat es geschafft! Aber nach dem Hören des Buches, sage ich, dass es sensationell ist, wie sie es schafft, sich nicht ganz als Opfer zu sehen und den Täter nicht vollends verurteilt. Es hat mir sehr imponiert, was sie zu diesem Thema berichtet. So kann wahrlich wiederum nur eine starke Persönlichkeit sprechen. Ich will dich nicht überzeugen oder so, ich kenne sie ja auch nicht persönlich…Aber ich empfehle dir, das Buch zu lesen oder zu hören. Darin werden deine Fragen beantwortet, auf eine sehr schöne distanzierte und angemessene Art. Ich würde mich sehr freuen, mich danach wieder mit dir darüber auszutauschen. Ich möchte wissen, wie sie die letzten Jahre empfunden und was sie zu sagen hat. Die Abgründe werden immer tiefer. Es gibt für Fritzel keine Ausdruck, denn Mensch ist er nicht, und Tier noch weniger. Egal wie…Entschuldige meinen Roman, aber ich hoffe, du kannst dem folgen, was ich so geschrieben habe. Liebe monerl, natürlich kann man ihr nicht verübeln, dass sie ein Stockhom Syndrom entwickelt hat. So hatte ich das auch nicht gemeint. Das sie sich nicht verstecken will und deswegen in der Öffentlichkeit stehen muss, sehe ich anders. Das mit dem nicht verstecken ist klar. Aber wenn sie nicht selbst immer wieder in die Medien gehen würde, wäre sie schon längst nicht mehr in der Öffentlichkeit. Das meinte ich auch mit dem Fritzel. Dessen Familie hat gesagt, das einzige was sie wollen, ist in Ruhe gelassen werden. Und Kampusch geht an die Presse, um ihnen zu sagen, sie können sich bei ihr melden? Also das finde ich schon abstrus an sich. Denn ich denke, was die in den ersten Wochen brauchten, war Ruhe und fachärztliche Betreung. Und die Ärzte aus der Klinik haben sich sehr toll verhalten, fand ich, und die Familie toll geschützt. Das zweite ist, wenn ich der Familie sagen wollte, sie können sich bei mir melden, dann würde ich es deren Anwalt oder dessen Arzt ausrichten, aber doch nicht über die Presse gehen. Das man ein Buch schreibt, um das vielleicht auch alles zu verarbeiten, verstehe ich. Was macht sie heute beruflich? Bei Wiki steht, sie hat ihre Ausbildung zur Goldschmiedin abgebrochen? Erst einmal danke, dass wir uns hier so intensiv über das Buch austauschen! Wo 90% der Menschen sich besser erholen könne, wenn sie in den Hintergrund treten, gehört sie wahrscheinlich zu den anderen 10%. Die Mitglieder der Familie Fritzel haben es ja noch viel schwerer. Wenn der Großvater der eigene Vater ist, ist das noch ein Grund mehr, dass man von der Öffentlichkeit absolut nicht wahrgenommen werden möchte. Das kann ich sehr gut verstehen. Diesen Makel wird man nie los und kann kein annähernd normales Leben führen. Die Menschen sind grausam und würde die Kinder Fritzel immer auf diesen einen Makel reduzieren… Bei Natascha war es dann doch etwas anderes. Im zweiten Buch geht es um die Zeit danach. Ich bin mir sicher, es gibt viel zu erzählen aus ihrer Sicht. Nachdem der erste Hype und die Freude verebbt waren, kippte die Stimmung. Das hat sie sicherlich nicht erwartet, wie auch. Und das macht sie durch das zweite Buch. Es ist die beste Methode all den Menschen, die sie verurteilen, zu sagen, wie sie das findet, wie sie das alles fühlt. Auf der anderen Seite ist es auch eine Einnahme. Ich will nicht als ihre Fürsprecherin verstanden werden. Ich habe nur ihre Geschichte etwas verfolgt und nun das Buch gelesen und kann ein bisschen verstehen, wie es ihr ging und wie es ihr geht. Ich verurteile ihren Weg nicht und hoffe, sie schafft es doch irgendwann, glücklich zu werden. Oder eben so glücklich, wie möglich. Sie hat die Lehre zur Goldschmiedin abgebrochen. Dennoch hat sie jetzt eine eigene Kollektion herausgebracht. Ich hoffe und wünsche ihr, dass das ihr finanzielles Standbein werden kann. Auf ihrer Webseite kann man die guten Stücke anschauen und kaufen…GlG und einen guten Start in die Woche wünsche ich dir! Für detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, wirf bitte einen Blick in unsere. Meinen Namen, E-Mail und Website in diesem Browser speichern, bis ich wieder kommentiere. Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare per E-Mail. Ja, füge mich zur Abonnentenliste hinzu! Meine Beiträge und Rezensionen enthalten Links zu Verlagen, Autoren, literarischen Agenturen, sowie zu Büchern auf Amazon, Audible, BookBeat, YouTube und anderen kommerziellen Webseiten. Ebenso gibt es Werbung zu Lesungen, Interviews, Zeitungsartikeln oder sonstigen Veranstaltungen zum Thema der jeweiligen Buchvorstellung.

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